Auferstehungsbogen

Die Medaillons und der Auferstehungs-Bogen von Schinnerer

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Medaillon Die beiden Medaillons Adolf Schinnerers, des späteren Direktors der Akademie der Künste in München, an der Chorseite zeigen uns den segnenden und zürnenden (Tempelreinigung) Christus; in den beiden Medaillons an der Eingangsseite stellt uns der Künstler in den Bildern "Jesus im Ährenfeld" und "Jesus und die Samariterin" den lehrenden und tröstenden Christus vor Augen. Unter jedem dieser Bilder windet sich ein Mensch, in Dornen verstrickt.

AuferstehungsbogenProfessor Schinnerers vollendete Kunst jedoch begegnet uns in dem monumentalen, auf dem Gewölbe über dem reich ornamentierten Triumphbogen geschaffenen Gemälde von besonderer Aussagekraft und bleibendem künstlerischem Wert, in welchem der Auferstehungsgedanke durch das Schöpferwort "Es werde Licht" in einer neuen und eigenartigen, man möchte auch sagen einzigartigen Weise zum Ausdruck gebracht ist. Die Komposition des Gemäldes zeigt die Menschheit auf drei Stufen:
Die im Dunkel, in der Materie, in dem Vergänglichen bleiben wollen, sinken. Vom neuen Tag Berührte, ringen noch zwischen Licht und Finsternis; sie haben sich zu entscheiden. Im ewigen, göttlichen Lichte aber stehen die Vollendeten, die Erlösten, teilhaftig des ewigen Lebens. Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, das hat Gott bereitet denen, die ihn lieb haben" (1. Korintherbrief Kapitel 2 Vers 9).    Auferstehung ist auch "Jüngstes Gericht". Vor Menschen kann man sein wahres Sein verhüllen und verbergen, vor Gott aber nicht. Er sieht den Menschen, wie und wo er ist. Gottes Auge durchdringt alles. Das auszusagen, hat der Künstler die Menschen nackt und schleierlos gemalt. "Mensch, bedenk´ die Ewigkeit!"    Über dem Kruzifix und den Menschen unter dem Kreuze, über Altar und Kanzel wölbt sich der "Triumphbogen": "Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen, und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen!" (Jesaja Kapitel 35 Vers 10). Restaurierung
 
Leider wurde das Auferstehungsbild durch Kriegseinwirkungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Ehe die Mittel für die Restaurierung dieses gewaltigen Werkes beschafft werden konnten, starb Professor Adolf Schinnerer im Jahre 1958. Eine Stiftung der Stadt Mannheim ermöglichte es der Kirchengemeinde, das Schinnerer-Gemälde durch Kunstmaler Carolus Vocke, Mannheim, wieder herstellen zu lassen.
 
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